Völkerschau

Leipzig 1898: Eigentlich hat Kriminalcommissar Joseph Kreiser mit dem verschwundenen Afrikaner aus dem Zoo schon alle Hände voll zu tun.

Dieser sollte dort in der Völkerschau zu bestaunen sein. Doch dann wird kurz darauf die Leiche des Industriellen Carl August Georgi im Lindenauer Vergnügungslokal Charlottenhof gefunden.

Besteht ein Zusammenhang zwischen den beiden Fällen? In einer von Umbruch geprägten Zeit sucht Kreiser nach Antworten und stößt dabei auf menschliche Abgründe.

Als Völkerschau bezeichnet man die Zurschaustellung von Angehörigen eines fremden Volkes gegen Eintrittsgebühren z.B. in Zoologischen Gärten. Die auch Kolonialausstellungen oder Kolonialschauen genannten Menschenzoos erlebten ihre Blütezeit in Europa zwischen 1870 und 1940. 

Der historische Kriminalroman Völkerschau ist ziemlich genau in der Mitte dieser Blütezeit angeordnet und beleuchtet die unmenschlichen Bedingungen, unter denen Menschen fremder Kulturen zur Schau gestellt wurden.